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Visionssuche ist eine traditionelle Form der Naturerfahrung, ein Retreat, das an Wendepunkten des Lebens die innere Neubestimmung und Entwicklung neuer Perspektiven fördert. Das kraftvolle Ritual der Visionssuche findet seit Jahren zunehmend Eingang in die Arbeitsfelder: Naturseminare, Lebenshilfe, Ökologie, Tiefenökologie, Erlebnispädagogik, Coaching, Ritualarbeit |
Visionssuche: Sinnsuche und Selbstheilung in der Natur. Ein alter Übergangsritus für moderne Menschen.
Wir alle gehen im Leben durch - manchmal dramatische Wandlungskrisen. Wir ringen an solchen Punkten um die Befreiung vom "Weiterwursteln" zugunsten eines befriedigenden Lebensentwurfs. Eine Visionssuche-Gruppe bietet für diesen Schritt eine wirksame Struktur:
Vorbereitung : Klärung der persönlichen Absicht und Fragestellung, Übungs- Aufgaben in der Natur, die auf die Zeit in der Wildnis hinführen, Einweisung ins Fasten, Symbolik der Welt "jenseits der Schwelle", Anleitung zu selbsterschaffenen Zeremonien und Ritualen, Einweisung in den zeremoniellen Umgang mit der Rassel.
Finden des persönlichen Kraftplatzes für die Zeit in der Wildnis, Umgang mit möglichen Gefahren und Ängsten, Sicherheitssystem.
Dann folgt die eigentliche Visionssuche: Vier Tage und Nächte allein in der Wildnis, mit minimaler Ausrüstung, die aber persönliches Wohlbefinden und Sicherheit garantiert, fastend mit ausreichend Wasser, ohne äußere Ablenkung. Die Leiter halten sich solange in einem zentral gelegenen Basislager auf, sorgen für die Sicherheit und Unterstützung der Gruppe.
Nachbereitung und Verkörperung der Erfahrung: Rückkehr aus der Wildnis; zeremonielle Reinigung und Fastenbrechen, Erzählen der in der Wildnis erlebten Erfahrungen und Einsichten, Untersuchung ("Spiegeln") dieser Geschichte, ihrer Symbolik und Gehalte, Gespräch über die Bedeutung der Erfahrung für den persönlichen Alltag und Lebensplan, Abschiedsfest und Abreise.
Durch ihre Einfachheit wirksame, auch selbstgeschaffene Rituale, das Fasten und die intensive Verbundenheit mit der Natur tragen dazu bei, daß die Neubestimmung aus der Tiefe des eigenen Wesens, aus der eigenen, innersten Natur heraus geschehen kann. Erfahrene, menschlich kompetente Begleiter und die Gruppe als sozialer Rahmen helfen, die Visionssuche-Erfahrung, die aus ihr gewonnene Schau des eigenen Lebens auf den gelebten Alltag zu beziehen, auf das ureigenste Feld ihrer Verwirklichung und Erfüllung.
Übergangsriten finden sich in allen alten Kulturen, sie haben bei aller kultureller Verschiedenheit eine sehr ähnliche, oft identische Grundstruktur, die auch heutige Menschen nutzen und mit ihren persönlichen Wert- und Glaubensvorstellungen füllen können. Sie wirken für den einzelnen als Anstöße im Prozeß der Individuation, durch den er sich in Krisen oder an Wendepunkten seines Lebens in Frieden vom Alten trennen, sich neu bestimmen, wandeln und kraftvoll dem kommenden Lebensabschnitt zuwenden kann - zu seinem Nutzen und dem der Gemeinschaft, zu der er sich zugehörig fühlt.
Haiko Nitschke
Visionssuche
Schatzbach16
84384 Bad Birnbach
Tel. 0 85 66 - 96 43 31
Ansprechpartner/in: Haiko Nitschke
e-mail: nitschke.vs@t-online.de
Internet: www.visions-suche.de